Über Erik, Wortjongleur

Hier geht es um das Schreiben, Literatur und so manch anderes.

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June 27, 2008

“Mehr machen mit dem Mac” ist da

Ein unbeschreiblich schönes Gefühl für alle Wortjongleure und -jongleusen ist das Auspacken eines neuen Buches, welches man selbst geschrieben hat. Ich habe gerade Mehr machen mit dem Mac zugestellt bekommen. Die Früchte der Arbeit in Händen zu halten ist jedesmal wieder unglaublich. Daran werde ich mich wohl nie gewöhnen, aber ehrlich gesagt, will ich das auch gar nicht.

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June 11, 2008

The Air-Conditioned Nightmare von Henry Miller

Bin zufällig über das Buch gestolpert, bis jetzt liest es sich recht interessant. Miller ist – wie eigentlich immer – sehr wortgewaltig, das Buch hat aber einen sehr negativen Unterton. Wenn man bedenkt, dass The Air-Conditioned Nightmare 1945 erschienen ist, scheint einiges, was Miller anprangert, immer noch aktuell zu sein. Wenn ich das Buch fertiggelesen habe, werde ich mich genauer dazu äussern.

Das Buch besteht aus 18 Beobachtungen die Henry Miller während eines Road Trips durch die USA ab 1939 niedergeschrieben hat.

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June 4, 2008

Man kopiert den Wortjongleur [update]

Soll ich das jetzt als Ehre betrachten, dass man Artikel von Erik, Wortjongleur einfach wortwörtlich übernimmt und geflissentlich übersieht einen Link auf das Original zu setzen? Gute Frage.

Hier ist der der fragliche Beitrag, selbstverständlich mit “nofollow”.

Ich habe versucht den Inhaber / die Inhaberin der Domain zu kontaktieren, mal sehen was passiert. Das Original befindet sich unter Das Schreiben – Praxis: Wie schreibt der Wortjongleur?.

[Update] Der Eigentümer der Website hat sich mit mir in Verbindung gesetzt. Anscheinend hat jemand (E-Mail habe ich, dürfte aber ein Fake sein) den Artikel als Kommentarinhalt benutzt, und der Eigentümer hat ihn als Post veröffentlicht. Ich denke, dass ich in nächster Zeit einen Beitrag über Copyscape und Konsorten schreiben werde, scheint leider nötig zu sein.

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May 26, 2008

Das Hörbuch “Das Geheimnis”/”The Secret” von Rhonda Byrne ist endlich erschienen

Wie heisst es so schön: “Gut Ding will Weile haben.” Als ich am Wochenende durch diverse Buchläden getigert bin, ist mir aufgefallen, dass das Hörbuch zum Bestseller The Secret/Das Geheimnis endlich auch auf Deutsch erschienen ist.

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Wer sich die deutsche Ausgabe des Hörbuchs von The Secret angehört hat, kann sich gerne in den Kommentaren äussern. Ich kenne nur das englische Original. Danke.

Rubrik(en): Irgendwie interessant | 2 Comments »

May 20, 2008

Warum man sich als Autor(in) unbedingt “Shark” ansehen sollte

Momentan läuft auf VOX Montag Abends die Serie Shark. Es geht um einen Anwalt der von seiner Tätigkeit als Strafverteidiger zur Staatsanwaltschaft gewechselt ist. Als Strafverteidiger hatte er sich einen relativ zweifelhaften Ruf erarbeitet und so gut wie nie einen Prozess verloren (wer die Serie nicht kennt, hier ist ein ausführlicher Hintergrund). Soweit so unspektakulär. Die Handlung in den meisten Folgen unterscheidet sich auch kaum von dem, was man in einem guten Krimi erwarten würde. Was macht diese Serie also so besonders (speziell für Wortjongleure und -jongleusen)?

Sie zeigt, wie man ein Drehbuch (oder auch einen Roman) durch den gut ausgearbeiteten Charakter des Protagonisten extrem aufwerten kann (siehe auch Background Checks aus Schriftsteller(innen)-Sicht). Auch das ist eigentlich nichts neues, aber die Figur passt in keine der üblichen Stereotypen. Man sieht also nicht den hundertsten “grumpy Detective”, “den vom Leben enttäuschten wasauchimmer”, “die stahlharte Frau mit dem weichen Herzen die sich in einer Männergesellschaft behaupten muss”, etc. Genauer gesagt handelt es sich bei der Rolle von Sebastian Stark (gespielt von James Woods) um einen Charakter, der sehr sympathisch und zugleich extrem arrogant ist. Mein Lieblingszitat aus der Serie: “Ich bin so unglaublich gut, und trotzdem so bescheiden.” Die erste Aussage wird in fast jeder Folge untermauert, die zweite kann man getrost in das Reich der Fabel verfrachten. Trotz allem zeigt der Charakter auch verletzliche Seiten, die er allerdings (manchmal unbeholfen) zu kaschieren versucht. Genau diese Mischung macht die Person so interessant.

Der Charakter alleine könnte die Serie aber nicht tragen, hinzu kommt eine Gruppe von jüngeren Anwälten(innen) die Stark bei seinen Aufgaben zur Seite stehen und sich – da Stark alte Gewohnheiten schwer ablegt – des öfteren mit einem Fuss im Gefängnis befinden, sobald sie seinen Anweisungen folgen. Dies geschieht aber nie auf Anordnung, sondern (fast) immer auf freiwilliger Basis. Da dieses Team aus Personen mit sehr unterschiedlichen Weltanschauungen besteht, bietet sich hier ein grosses Potential für Seitenhandlungen, welche die eigentliche Geschichte abrunden. Ein geschickter Schachzug war es ausserdem, einen Ex-Polizisten in das Team zu integrieren. Auch er hat einen Schatten auf seiner Vergangenheit, und ist daher gut aufgestellt sich um die Dinge zu kümmern, die man den jungen Anwälten schlicht und ergreifend nicht zutrauen würde. Durch diese Änderung hat die Serie stark an Glaubwürdigkeit gewonnen.

Eine sehr interessante Facette bietet auch die Oberstaatsanwältin Jessica Devlin (gespielt von Jeri Ryan [wer jetzt “Seven of Nine” gedacht hat, hat sich als Geek geoutet :mrgreen: ]). Man könnte sie als “Semi-Protagonistin” und “Semi-Antagonistin” in Personalunion bezeichnen. Sie hat Sebastian Stark früher eigentlich als Erzfeind betrachtet, da er alles repräsentierte, was an einem Anwalt verachtenswert sein könnte. Andererseits hat sie erkannt, dass die “normalen” Anwälte der Staatsanwaltschaft nicht über die Phantasie und das Geschick verfügen mit einigen der Fälle klarzukommen. Die Wortgefechte zwischen den beiden kann man getrost als eins der Highlights der Serie bezeichnen.

Die beschriebene Konstellation, also ein Protagonist, bei dem man manchmal nicht weiss, ob man ihn lieben oder hassen soll, gepaart mit sehr unterschiedlichen Charakteren als Helfer(innen), und einer Oberstaatsanwältin die den Protagonisten mit den gleichen Gefühlen wie die Zuschauer betrachtet, erlaubt es, “Krimi-Standardsituationen” auf eine Weise darzustellen, die nie Langeweile aufkommen lässt. Die Serie ist ein hervorragendes Beispiel für exzellente Drehbücher, zeigt aber auch, dass die richtige Besetzung das geschriebene Material unterstützen muss, damit die Serie “funktioniert”. Ich kann mir keinen besseren Schauspieler als James Woods in der Rolle des Sebastian Stark vorstellen. Alle anderen Rollen (auch die Nebendarsteller) sind ebenfalls hervorragend besetzt.

MUMN: Eine der besten Serien momentan und hervorragendes Anschauungsmaterial für Wortjongleure und -jongleusen.

Rubrik(en): Schreiben | No Comments »

May 14, 2008

TechNovelty.de scheint wieder erreichbar zu sein

Die Einschränkung in der Überschrift ist nötig, ich konnte bis jetzt nicht herausbekommen, was eigentlich los war.

Wenn TechNovelty.de wieder nicht antworten sollte, bzw. ein “wurde noch nicht weitergeleitet”-Sprüchlein auftaucht, bitte Nachricht an mich, Danke. ;)

BTW: Es ist so ruhig auf den Blogs, weil ich an der Fahnenkorrektur arbeite.

Rubrik(en): Uncategorized | 2 Comments »

May 13, 2008

TechNovelty.de (mal wieder) nicht erreichbar

Ich habe, ehrlich gesagt, keine Ahnung was der Hoster da so treibt. Ich versuche herauszubekommen, woran es diesmal liegt. Eventuell sollte man den Hoster, auf dem die TechNovelty.de liegt, einfach mal wechseln.

[Ich hatte erwähnt, dass es Hoster gibt, die unlimited filetransfer für U$ 7.95 im Monat anbieten? (Wie weit das unlimited wirklich geht, weiss ich nicht, aber die Downtimes halten sich extrem in Grenzen. :mrgreen: )]

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May 7, 2008

Background Checks aus Schriftsteller(innen)-Sicht (Teil 1)

Wenn wir, als Wortjongleure und -jongleusen, einen Charakter überzeugend in einem Drehbuch, Buch oder einer Kurzgeschichte beschreiben möchten, dann bleibt uns eine Tätigkeit nicht erspart, die auch die Vorbereitung eines jeden Interviews darstellt: Der Background Check.

Unter einem Background Check versteht man die Recherche über eine Person. Uns interessieren hierbei aber größtenteils nicht die Informationen, hinter denen Banken, Versicherungen und/oder potentielle Arbeitgeber her sind; wie gesagt, größtenteils. Es kommt auf den Zweck des Background Checks, beziehungsweise auf das Material welches wir erstellen wollen, an. Wenn es sich um eine reale Person handelt, ist Arbeit angesagt; wenn es sich um eine fiktive Person handelt, dann ist Arbeit und Phantasie gefragt. Die Vorgehensweise ist in beiden Fällen ähnlich.

Im Falle von fiktiven Personen teilt sich das Lager der Wortjongleure und -jongleusen:

Ersteres Vorgehen erlaubt es uns, den Charakter erst im Laufe der Geschichte mit Leben und einer Vergangenheit zu bestücken. Man hat also vollständige kreative Freiheit. Manche Autoren(innen) sagen: “Die Figur hat sich eigentlich selbst geschrieben, und nach und nach eine Art Eigenleben entwickelt.” Dieses Zitat stammt zwar von Piers Anthony, ich habe es aber schon häufiger in der einen oder anderen Form gehört. Der Nachteil hierbei, man muss höllisch aufpassen, dass man sich nicht “vergaloppiert”.

Im Falle eines Romans oder einer Kurzgeschichte behält man zwar meist den Überblick, aber wohin dieser kreative Umgang mit Charakteren führen kann, wenn es sich um eine Fernsehserie oder eine Reihe von Romanen handelt, lässt sich beispielsweise an der Serie Friends beobachten. In einer der ersten Staffeln spricht Phoebe Buffay (Lisa Kudrow) fliessend Italienisch, in einer späteren Folge versteht sie kein Wort als sie auf Italienisch angesprochen wird. Derartige Beispiele lassen sich öfter finden.

Im zweiten Fall starten wir zwar mit wesentlich mehr Arbeit, haben aber für später den Vorteil, dass man bei Entscheidungen die eine Person zu treffen hat, oder der Reaktion eines Charakters auf ein Vorkommnis, auf ein Grundgerüst zurückgreifen kann. Falls man sich aber später dafür entscheidet die Vita des Charakters aus dramaturgischen Gründen zu ändern, dann bleibt nur das Vorgehen wie im ersten Fall: Wir müssen die Geschichte auf Inkonsistenzen abklopfen.

Das Vorgehen im dritten Fall ist, wie gesagt, ein Mittelweg. Es hat ja auch niemand behauptet, dass wir den Lebenslauf vollständig ausarbeiten müssen; er kann durchaus im Laufe der Handlung wachsen. Man sollte dann nur nicht vergessen, alles Wichtige zu dem Lebenslauf hinzuzufügen. Der Vorteil bei dieser Vorgehensweise liegt auf der Hand: Wenn man relevante Reaktionen und/oder deren Beweggründe in einem Character-Sheet notiert, dann kann sich der Charakter entwickeln, und der “Lebenslauf” wächst mit.

Diese Grundlagen sollten für den ersten Teil genügend Stoff zum Nachdenken bieten. Mit-Wortjongleure und -jongleusen sind herzlich eingeladen ihre Meinung und/oder Vorgehensweise über die Kommentarfunktion beizusteuern.

Rubrik(en): Kreativität | 2 Comments »

May 6, 2008

Wenn die Fahnen wehen

Ich habe gerade eine Fahne von meinem neuen Buch bekommen. Jedesmal wieder irgendwie aufregend, wenn man die Arbeit in der Satzform vor sich hat. ;)

Rubrik(en): Schreiben | 4 Comments »

April 22, 2008

Tom Holt: Barking

Tom Holt hat vor einiger Zeit ein neues Buch mit dem Titel Barking herausgebracht. (Ich habe vom deutschen Verlag leider immer noch keine Antwort auf die Frage bekommen, warum die Bücher nicht mehr in deutsch erhältlich sind.) Leider muss ich mich auch bei diesem Buch sehr bedeckt halten. Es verhält sich hier wie bei The Portable Door, ein Wort zuviel und ein Teil des “What?”-Effekts verpufft, und das wäre schade.

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Ich komme momentan nicht allzuviel zum Lesen, aber wenn ich ein wenig Zeit (und Lust auf intelligenten Blödsinn) habe, dann lese ich dieses Buch. Wie alle Bücher von Tom Holt, extrem empfehlenswert.

Wer bis jetzt noch keine Bücher von Tom Holt gelesen hat, mag mir die Kürze dieser Empfehlung vorhalten, aber nur, wer bis jetzt noch keine Bücher von diesem genialen Autor gelesen hat – Fans von ihm wissen warum.

Rubrik(en): gerade am Lesen | 2 Comments »

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