Über Erik, Wortjongleur

Hier geht es um das Schreiben, Literatur und so manch anderes.

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July 2, 2009

Neuigkeiten zum ‘Tod’ von Jeff Goldblum

Was soll ich sagen, der Mann hat Stil. ;-)

The Colbert Report Mon - Thurs 11:30pm / 10:30c
Jeff Goldblum Will Be Missed
www.colbertnation.com
Colbert Report Full Episodes Political Humor Jeff Goldblum

Rubrik(en): Irgendwie interessant | No Comments »

April 7, 2009

Was ist ein “Ponzi Scheme”?

Nachdem der Begriff Ponzi Scheme wieder einmal durch die Medien geistert, wie in der CNBC-Schlagzeile Beware of Imitations! SEC Accuses “Chinese Warren Buffett” of Running Ponzi Scheme, eine kurze Erklärung und ein paar Links.

Ein Ponzi Scheme basiert – verkürzt erklärt – darauf, dass die ersten Investoren durch die Einlagen weiterer Investoren ihre Ausschüttungen bekommen, usw. Das Ganze funktioniert logischerweise nur eine gewisse Zeit lang. Benannt wurde das System nach demjenigen, der es zum ersten mal in grösserem Stil durchgeführt hat, Charles Ponzi. Er war zwar nicht der eigentliche Erfinder, aber in seinem Fall hat der Vorfall so große Ausmaße angenommen, dass er als Namensgeber benutzt wird.

Ein Ponzi Scheme sollte nicht mit einem Pyramiden-Schema verwechselt werden. Letzteres unterscheidet sich von einem Ponzi-Schema dadurch, dass jeder nachfolgende Beteiligte versuchen muss Personen zu finden, welche an ihn Geld bezahlen, damit er seinerseits denjenigen bezahlen kann, der ihn angeworben hat. Bei einem Ponzi Scheme laufen alle Zahlungen über eine Person. Interessanterweise bezeichnet die SEC (U.S. Securities and Exchange Commission) das Ponzi Scheme als Pyramiden-System.

Weiterführende Links:

Rubrik(en): Schreiben | No Comments »

March 26, 2009

Zitat: Geld allein macht nicht glücklich

Ich habe vor ein paar Tagen von meiner Freundin zwei sehr interessante Zitate zum Thema bekommen:

Geld allein macht nicht glücklich, aber es ist besser in einem Taxi zu weinen, als in der Strassenbahn.
Marcel Reich-Ranicki

Geld allein macht nicht glücklich. Es gehören auch noch Aktien, Gold und Grundstücke dazu.
Danny Kaye

;)

Rubrik(en): Zitate | No Comments »

March 1, 2009

Kindle liest vor. Ist die “Einigung” nicht eine Beleidigung für Schauspieler(innen)?

Golem.de hat im Beitrag Verlage können Sprachausgabe des Kindle 2 deaktivieren darüber berichtet, dass Amazon den Rechteinhabern die Möglichkeit einräumen will, die Vorlesefunktion des Kindle 2 zu deaktivieren.

Worum geht es genau?

Amazon hat am 12. Februar 2009 die neueste Version des, bei uns (noch) nicht erhältlichen, e-book Readers mit der Bezeichnung Kindle 2 vorgestellt. Diese Version des Gadgets hat als eine der Neuerungen eine so genannte “Text-to-Speech”-Funktion, soll heissen, man kann sich den dargestellten Text von einer Computerstimme vorlesen lassen.

Die Author’s Guild hat im Beitrag E-Book Rights Alert: Amazon’s Kindle 2 Adds “Text to Speech” Function ihr Missfallen darüber ausgedrückt, dass man mit dem Kindle 2 die Möglichkeit bekommt, sich e-books “vorlesen” zu lassen. Zitat aus dem Beitrag:

The remarks have been interpreted by some as suggesting that the Guild believes that private out-loud reading is protected by copyright. It isn’t, unless the reading is being done by a machine. And even out-loud reading by a machine is fine, of course, if it’s from an authorized audio copy.

Es geht also um die Rechte. Diese werden anscheinend verletzt, wenn ein Computer den Text vorliest. (Wer sich jetzt wundert, war auch neu für mich.) Nun stellt sich die Frage, ob damit nicht eine Funktion ausser Kraft gesetzt wird, von der Personen mit Lesebehinderungen profitieren könnten; auch dazu hat der Artikel eine Antwort:

Others suggest that challenging Amazon’s use of this software challenges accessibility to the visually impaired. It doesn’t: Kindle 2 isn’t designed for such use.

Ein Urteil darüber, ob der Kindle 2 diese Funktionalität als Unterstützung für Personen mit Sehschwäche implementiert hat oder nicht, kann ich nicht beantworten, bevor ich das Gerät nicht testen konnte, aber ich fürchte, die Author’s Guild bewegt sich hier auf dünnem Eis. Ich kann die Befürchtungen der Interessenvertretung zwar in gewisser Weise nachvollziehen, aber ich weiss nicht so recht, was ich von dieser Argumentation halten soll.

Und die Vorleser(innen)?

Ernsthaft, wenn sich beispielsweise Stephen Fry dazu hinreissen lassen sollte, seine Stimme und Art der Betonung einer Firma für Sprachsynthese zur Verfügung zu stellen, und diese Firma es wirklich schaffen sollte ihn perfekt nachzuahmen, dann sollten sich die Sprecher(innen) Sorgen machen, vorher nicht. Die benötigte Rechenpower in ein tragbares Gerät mit einer Akkulaufzeit von mehr als 10 Sekunden einzubauen, ist reine Zukunftsmusik.

Fazit

Ich vermute, dass es sich bei der Geschichte um eine wehret den Anfängen-Aktion seitens der Author’s Guild handelt. Die Damen und Herren wären aber gut beraten, eine gewisse Sensibilität walten zu lassen.

Apple-Besitzer(innen) können übrigens leicht ausprobieren, um was es geht. Der Mac kann schon seit vielen Jahren Texte als Sprache ausgeben, man sollte sich dabei allerdings auf englische Texte beschränken.

Rubrik(en): Business | No Comments »

February 11, 2009

Follow-Ups zu Medium und Shark

Heute ein kleiner “Follow-Up” zu zwei meiner früheren Posts, genauer gesagt zu Rant: “Medium”, was soll der Haarschnitt? und Warum man sich als Autor(in) unbedingt “Shark” ansehen sollte.

Medium 4. Staffel

Ich hatte mich ja in dem Beitrag darüber mokiert, dass mir der schneid Dir die Haare ab, das wirkt jugendlich-Haarschnitt von Patricia Arquette etwas auf die Nerven gegangen ist. Auf Fox läuft seit einiger Zeit die 4. Staffel der Serie. (Die Ausstrahlung erfüllt übrigens mein wichtigstes Kriterum: O-Ton.) Und was soll ich sagen? Je länger die Haare wieder werden, desto besser werden auch die Drehbücher; nicht dass ich da einen Zusammenhang herstellen würde, aber bemerkenswert ist es trotzdem, oder? ;)

Shark 2. Staffel

Jetzt zu den weniger erfreulichen Dingen. Im genannten Beitrag hatte ich ja allen Wortjongleuren und -jongleusen nahegelegt, sich diese Serie trotz der nicht vorhandenen O-Ton-Ausstrahlung wegen des genialen Konzepts und der Charaktere anzusehen. Ich möchte hiermit meine Empfehlung auf die 1. Staffel begrenzen. Es ist ja nett, dass man Jeri Ryan mehr Screentime gibt, aber das Konzept der Serie wurde völlig über den Haufen geworfen. Mein Fazit: Belanglos. Da würde selbst eine Ausstrahlung im O-Ton nichts mehr retten.

Ich war eigentlich geschockt, dass die Serie nach der 2. Staffel nicht mehr fortgesetzt werden sollte, aber nachdem ich versucht habe bei 3 Folgen der aktuellen Season nicht einzuschlafen, kann ich die Entscheidung nachvollziehen. Nur dass wir uns richtig verstehen, die Leistung der Darsteller(innen) ist nach wie vor sehr gut, aber das rettet kein verhunztes Drehbuch. Darüber, warum das Konzept so stark verändert wurde, kann man nur mutmassen; ich fürchte, es hat etwas mit den Focus-Groups zu tun. Sehr Schade.

Rubrik(en): Film und Fernsehen | No Comments »

February 6, 2009

Was ist ein “Kitchen Sink Quarter”?

Ein neuer Ausdruck macht die Runde, Kitchen Sink Quarter. Alle die sich mit Übersetzungen jeglicher Art beschäftigen, werden vermutlich früher oder später damit konfrontiert werden. Wie schon in Synchronisiert, OmU oder O-Ton? erwähnt, sollte man mit wortwörtlichen Übersetzungen vorsichtig sein. Es bleibt zu hoffen, dass daraus nicht ein weiteres am Ende des Tages wird.

Worum geht es, beziehungsweise was ist gemeint? Um den Begriff einmal im Zusammenhang zu zitieren:

Companies are writing off everything but the kitchen sink.

Es geht also um Abschreibungen, genauer gesagt darum, dass manche Firmen nun die Gunst der Stunde nutzen um alles abzuschreiben, was sie gerne los wären.

Richard Quest hat ein Interview zum Thema veröffentlicht: Kitchen Sink Quarters

Was wäre nun eine gute Übersetzung? Momentan schwer zu sagen, aber bitte nicht Küchenspülen-Quartal! Verkrampftes Eindeutschen ruft eher Amüsement hervor, als Informationen zu transportieren.

Wer eine gute Idee für einen Begriff hat, bitte in die Kommentare, Danke.

Rubrik(en): Schreiben | 6 Comments »

January 30, 2009

Stephen Fry über Sprache

Dass Stephen Fry ein begnadeter Wortjongleur ist, dürfte allgemein bekannt sein. Kürzlich habe ich mir auf dem Weg von einem Termin zum anderen die Episode Language [iTunes|Blog] aus Season 2 seiner PODGRAMS angehört, was meinen Respekt noch weiter gesteigert hat.

In dieser Folge befasst er sich, selbstverständlich gewürzt mit seinem unnachahmlichen Humor, mit der Entwicklung von Sprache und ihrer Anwendung in allen Lebenslagen. Wer halbwegs passabel Englisch spricht, sollte sich diesen Podcast unbedingt anhören. Für alle Wortjongleure und -jongleusen ein Pflichtprogramm.

Wer Lust auf mehr bekommen haben sollte, findet ihn im iTS unter Stephen Fry’s PODGRAMS. Seine (überarbeitete) Website trägt den schönen Titel The New Adventures of Mr Stephen Fry.

Rubrik(en): Irgendwie interessant | No Comments »

January 13, 2009

Ein Lebenszeichen

Wie schon in LMU on iTunesU wurde gestartet erwähnt: Tut mir leid, dass hier so wenig los war.

Da der Start jetzt hinter uns liegt, wird die Postingfrequenz auf meinen Blogs auch wieder nach oben gehen.

Rubrik(en): Uncategorized | 4 Comments »

October 30, 2008

‘Writing Drama’, die Pflichtlektüre für alle Drehbuchschreiber(innen)

Es gibt viele Bücher über das Schreiben von Drehbüchern und/oder Theaterstücken, dieses Buch sollten alle gelesen haben, die sich mit der Materie befassen.

Was macht dieses Buch so einzigartig? Der Untertitel “a comprehensive guide for playwrights and scriptwriters” verspricht einiges.

Das Konzept von “Writing Drama”

Das Konzept des Buches kann man am besten so beschreiben, stellen Sie sich vor, dass Sie jemanden haben der

Klingt zu gut? Möchte man meinen, aber so habe ich das Buch empfunden. Eines ist das Buch allerdings nicht, es ist keine Anleitung wie man in 2 Tagen – ohne sich anzustrengen – den nächsten Blockbuster schreibt. Es geht in diesem Buch um das Handwerk des Drehbuchschreibens, nicht mehr und nicht weniger.

Der Aufbau des Buchs

Yves Lavandier hat das Buch in zwei grössere Blöcke untergliedert, der erste Block, er macht den grössten Teil des Buches aus, “The Synthetic Model” befasst sich mit den Mechanismen der Dramaturgie. Was sich hier sehr theoretisch anhört, ist sehr unterhaltsam beschrieben und verweist immer auf entsprechende Beispiele aus Theaterstücken und Drehbüchern. Gerade diese Hinweise machen das Buch, meiner Meinung nach, so interessant. Auf diese Weise kann man – eine gut bestückte DVD-Sammlung oder eine gutsortierte Videothek in der Nähe vorausgesetzt – direkt nachvollziehen, was gemeint ist. Und keine Angst, “Warten auf Godot” wird genauso behandelt wie “Blue Velvet” oder “Out of Rosenheim”, die gewählten Beispiele spannen sich also über viele Genres und Ansätze gute Geschichten zu erzählen.

Der zweite Block trägt den Titel “Methology”. In ihm wird das im ersten Teil erklärte Material zur praktischen Anwendung gebracht. Unter anderem wird hier auch auf das Schreiben eines Treatments eingegangen, da mit einem guten Treatment ein Projekt wesentlich bessere Chancen hat verwirklicht zu werden.

Auch der Anhang strotzt nur so vor interessantem Material, hier wird, unter anderem, auch auf das Schreiben für Kinder als Zielgruppe eingegangen, und wie man Dokumentationen scriptet. Abgerundet wird das Ganze mit den “Workshop Exercises”. Allein der Anhang rechtfertigt in meinen Augen den Kauf des Buchs.

Mein Fazit

Dieses Buch sollte wirklich jede(r) gelesen haben, der/die wissen möchte, wie man gute Geschichten erzählt. Ich gerate bei Büchern zu diesem Thema nicht leicht ins Schwärmen, aber dieses Buch hat mich wirklich nachhaltig beeindruckt. Momentan ist leider keine deutsche Ausgabe in Sicht, aber dies ändert sich eventuell in der Zukunft. Bis dahin kann ich die englische Ausgabe nur allen Wortjongleuren und -jongleusen ans Herz legen.

Writing Drama kann man auf englisch oder französisch im Online-Shop von Le Clown & l’Enfant bestellen.

Rubrik(en): Schreiben | 2 Comments »

October 14, 2008

Legal Pads, und da war es nur noch einer

So wie es aussieht, gibt es in Deutschland nur noch eine “Quelle” für Legal Pads (wer wissen möchte, wovon ich spreche sollte sich den Beitrag Warum gibt es in Deutschland keine Legal Pads? durchlesen). Man kann sie bei R.S.V.P. in Berlin bestellen. Dort hat man mir übrigens auch versichert, dass die Legal Pads im Programm bleiben werden.

Den Beitrag Legal Pads, es gibt sie doch in Deutschland habe ich entsprechend abgeändert.

Rubrik(en): Schreiben | No Comments »

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