Das Schreiben: Analoges Schreiben organisieren

Ich bin gerade über den Beitrag Flüchtige Ideen festhalten gestolpert, es geht darin um das Problem Ideen so festzuhalten, dass man sie auch wiederfindet. Bei der Lektüre wurde ich daran erinnert, dass ich noch einen Beitrag zum Thema in der Pipeline habe, also: Wie organisiert der Wortjongleur seine analogen Notizen?

Ich benutze ein NotizbuchMeine Präferenz liegt bei “Moleskine”, aber das Ganze funktioniert mit jedem Notizbuch. und organisiere den Inhalt wie folgt:

  1. Ich nummeriere die Seiten, also ein paar leere Seiten im voraus um mich beim Schreiben nicht darum kümmern zu müssen.
  2. Wenn ich etwas notiere, dann schreibe ich einen Stichpunkt oder ein Schlagwort zum Thema auf die letzten Seiten und die Seitennummer auf der die eigentliche Notiz liegt.
  3. Wenn weiteres Material zu einem Thema hinzukommt, dann schreibe ich die entsprechende Seitenzahl einfach zu dem Stichwort am Ende des Notizbuchs dazu.
  4. Wenn das Notizbuch voll ist, dann werden aktuelle Themen in den “Nachfolger” übertragen, und das Notizbuch, versehen mit “von bis” Datum auf dem Buchrücken, ins Regal gestellt.


Dieses Vorgehen hat einige Vorteile, man findet die Notizen schnell wieder, man muss nur ab und zu das Inhaltsverzeichnis auf Doubletten überprüfen und diese zusammenführen. Ich kann für diese geniale Idee allerdings nicht die Urheberschaft reklamieren, sie stammt aus einem Interview mit Martin Walser. Herr Walser benutzt allerdings BlindbändeIn der gehobenen Belletristik is es üblich, einen so genannten “Blindband” herzustellen. Ein Buch, welches dem Endprodukt entspricht, aber noch keinen Text auf den Seiten hat. Sozusagen ein, je nach Buch, relativ dickes Notizbuch. und keine Notizbücher.

Comments

  1. Interessant. Ich arbeite nun gänzlich anders. Notizblock statt Notizbuch. Vollgeschriebene Blätter werden herausgerissen, sortiert, mit Büroklammern an Karteikarten geheftet und wandern in einen Karteiaksten auf dem Schreibtisch.

  2. So bin ich früher auch vorgegangen. Für mich hat sich allerdings in den letzten Jahren herausgestellt, dass der Kontext in dem ich eine Notiz verfasst habe, ebenfalls wichtig ist. Im Notizbuch kann ich also später auch sehen, was ich zu dem Zeitpunkt sonst noch so getrieben habe.

    Ausserdem, ich hätte wohl auf einen anderen Beitrag hier im Blog hinweisen sollen, ich übertrage interessante oder ausgereiftere Ideen immer in den Computer; ich bin faul und Spotlight ist mein Freund. 😉

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