Outlinen Sie schon oder kämpfen Sie noch mit Zetteln?

Sowohl beim Schreiben eines Buches, eines Artikels oder auch bei den täglichen Aufgaben kann uns Wortjongleuren und -jongleusen die Benutzung eines so genannten Outliners helfen. Inspiriert durch ein Interview mit Andy Ihnatko bei Mac Power Users habe ich beschlossen das Programm OmniOutliner Pro einmal in der täglichen Arbeit zu testen.

Was ist ein Outliner?

Ein Outliner erlaubt, unter anderem, Ideen und/oder Aufgaben in eine Hierarchie zu bringen, also in etwa so:

  • Post wegbringen
    • Briefmarken besorgen
    • Kuverts besorgen
  • Abstract für neues Buch fertigmachen
    • Research
      • Vergleich Entwicklungsumgebungen Android / iPhone
      • Beispielprogramme beschreiben
        • Twitter-Aggregator
        • Newsreader
      • Vorläufiges Inhaltsverzeichnis erstellen

usw. Ein guter Outliner zeichnet sich dadurch aus, dass wir die Hauptthemen “zusammenfalten” können, um uns auf ein Thema zu konzentrieren. Im obigen Beispiel also die Geschichte mit der Post einklappen können, um uns auf das Buchprojekt zu konzentrieren. Da sich die einzelnen Punkte ausserdem leicht mit der Maus an eine andere Stelle verschieben lassen, können wir einen Outliner auch für die schnelle Ideensammlung missbrauchen und diese erst später in die entsprechenden Haupt- oder Nebenpunkte verschieben.

Mein Ansatz beim Outlining

Ich habe eine Datei namens “ToDo” auf dem Desktop, in der ich alles sammle, was mir so einfällt. (Die “Pro”-Version von OmniOutliner erlaubt auch die Aufnahme von Audio-Anmerkungen, aber diese Funktionalität nutze ich bisher nicht.) Wenn ich einen Punkt abgearbeitet habe, dann wird dieser mit einer Checkbox als erledigt markiert. So habe ich einen Überblick darüber, was ich noch alles erledigen möchte. Wenn die Sammlungen für ein Buch oder einen Artikel zu voluminös werden, lagere ich sie in eigene Dateien aus.

Bei der Recherche hat sich der Dienst “OmniOutliner: Zu Clippings hinzufügen” als sehr praktisch erwiesen (taucht bei markiertem Text im “Dienste”-Menü auf). Der markierte Text wird nach dem Aufruf in die allgemeine “Clippings”-Datei von OmniOutliner mit Datum und Uhrzeit eingesetzt. Von dort kann er dann in die Datei verschoben werden, in der er gebraucht wird. Leider benutzt das Programm nicht den von Evernote bekannten Ansatz, die URL gleich mitzukopieren.

Da OmniOutliner einige Exportformate unterstützt, unter anderem auch OPML, lassen sich die Outlines meist problemlos in anderen Programmen weiterbenutzen. Wer mit MS Word arbeitet, kann den Export auch im nativen Dateiformat durchführen.

Warum ein spezielles Programm für die Outlines?

Zugegeben, Outlines lassen sich auch mit diversen anderen Programmen erstellen, aber nicht so elegant. Ausserdem erlaubt OmniOutliner auch das Hinzufügen von Spalten, die es mir erlauben einem Thema weitere Informationen hinzuzufügen oder auch Summen zu bilden. Das Ganze liesse sich logischerweise auch mit Numbers oder MS Excel erledigen, dann fällt aber die einfache Bearbeitung der Outlines weg.

Fazit bis jetzt

Kurz gesagt, Outlining erleichtert die Sammlung von Ideen und Aufgaben und deren Abarbeitung, ob ich deswegen gleich auf Evernote verzichten kann, wage ich zu bezweifeln. Die Ansätze mit Informationen umzugehen sind in beiden Programmen doch sehr unterschiedlich. Wenn ich den Test abgeschlossen habe, poste ich hier eine Zusammenfassung.

Da man sich eine 14-tägige Demoversion von OmniOutliner herunterladen kann, empfehle ich allen, die sich für das Thema interessieren, selbst einen Test zu starten.

Comments

  1. HotuMatua says:

    Hört sich zwar interessant an, ich nutze dafür allerdings MindMaps und kann nicht erkennen, welche Funktion Outliner zusätzlich hätte!

  2. Die Outline übernehmen viele Autoren(innen) direkt in ihr bevorzugtes Programm in dem sie schreiben. Persönlich erzeuge ich mir meine Outline meist gleich in der Strukturdarstellung von Scrivener.

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