Wie man Geistesblitze notieren kann, ohne die aktuelle Tätigkeit zu unterbrechen
Wer einen Einfall für eine Szene oder einen Artikel hat während man eigentlich an etwas ganz anderem schreibt, ist mit einem Problem konfrontiert: Wenn man die Idee nicht zumindest in Stichpunkten notiert, könnte sie verschwinden, oder man versucht, wenn man später Zeit hat, die geniale Formulierung aus den hintersten Ecken des Gehirns wieder hervorzuholen (klappt meistens nur bedingt – der eigentliche Geistesblitz war immer besser).
Wortjongleure und -jongleusen können sich für derartige Fälle einen Lösungsansatz der GTD-Gemeinde zunutze machen: Man benutzt mehrere (Text-)Dateien um Dinge zu notieren und verfrachtet deren Inhalte einfach später an die richtigen Stellen (auch sehr hilfreich für Einkaufslisten
).
Das Ganze lässt sich natürlich auch “analog” erledigen, ich habe in der ganzen Wohnung an strategischen Stellen Legal Pads und Stifte herumliegen, aber wenn man eh schon am Computer sitzt…
Für Macintosh-Benutzer(innen) gibt es natürlich auch noch eine sehr elegante Lösung, das Programm heisst Quicksilver und erlaubt es, den Rechner in vielen Fällen mit der Tastatur, statt mit der Maus zu bedienen. Die Vorgehensweise habe ich in Quicksilver: Text an eine Text-Datei anhängen beschrieben.
Die Benutzung des Programms ist beim Wortjonglieren auch noch aus einem anderen Grund sehr praktisch: Es erlaubt die Steuerung von iTunes ohne in das Programm zu wechseln. Die Tastenkombination ⌃-⌘-Leertaste hält die Wiedergabe an oder startet sie, und ⌘-⌥-→ springt zum nächsten Titel in der Wiedergabeliste.
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Die Rolle von Autoren(innen) im Game-Design
Wer sich für die Rolle von Autoren(innen) im Game-Design interessiert (ja, hinter den meisten guten Computer- und Konsolenspielen steht eine Story), sollte sich den Beitrag Writers: Why We Need Them in Games Edition in Ruhe durchlesen. Sehr interessant.
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Dead like me (So gut wie tot) Season 1
Auf dem (mehr oder weniger o-ton-losen) Sender Sci Fi läuft momentan die Serie “Dead like me” unter dem Titel “So gut wie tot”. (Nur um Missverständnissen vorzubeugen, die gleichzeitig erhältliche DVD der ersten Staffel hat nur den US-Titel auf dem Cover.)
Um was geht es in der Serie? Die 18-jährige Georgia (Ellen Muth), genannt “George”, wird von einer Klobrille, der in der Atmosphäre verglühenden Raumstation Mir, aus dem Leben befördert. Das heisst, nicht ganz. Rube (Mandy Patinkin, u.a. “Criminal Minds”), der inoffizielle Chef der “Grim Reapers” (Seelenfänger), erklärt ihr, dass sie für eine ungewisse Zeit auf der Erde bleiben muss, um den Seelen von “durch äussere Umstände” zu Tode gekommenen bei dem Wechsel ins Jenseits zu helfen. Klingt eher traurig? Die Serie ist alles andere als tragisch, sie strahlt eine gewisse Warmherzigkeit aus, ohne ins melodramatische abzurutschen; sozusagen die komische Seite des Ablebens. Vor allem die Off-Kommentare von George zeichnen sich durch einen wunderbaren Sarkasmus aus, und auch die Situation von ihr und ihren 4 Seelenfängerkollegen bietet genügend Stoff für absurde Situationen. Seelenfänger werden nicht bezahlt, dass heisst, sie müssen während der Zeit in der sie auf der Erde ihrer Tätigkeit nachgehen, eine Möglichkeit finden ihr Leben zu finanzieren. Ausserdem wissen sie von der zu rettenden Seele nur den Todeszeitpunkt (ETD, estimated time of death), den Familiennamen, und die Initialen der Vornamen. Was ihre Aufgabe, nämlich die Seele aus dem Körper des Opfers zu entfernen, bevor der Körper zu Tode kommt um ihr unnötiges Leid zu ersparen, nicht gerade vereinfacht. Was die Art und Weise des Ablebens der “Kunden” betrifft, kommt auch keine Langeweile auf, hier greifen die Drehbuchschreiber in die Vollen – das von oben abstürzende Piano ist noch der simpelste Anlass, dass jemand aus dem Leben scheidet. Die skurrileren Varianten behalte ich für mich, es wäre schade hier zuviel auszuplaudern.
Meiner Meinung nach eine der besten Serien der letzten Jahre. Schade nur, dass man sie hierzulande erst so spät zu sehen bekommt. Als Fan von gut geschriebenen Serien freue ich mich immer, wenn ich eine Serie erwähne und von Freunden aus den USA zur Antwort bekomme: “Dead like me? Dude, that went off the air three years ago.” Aufgrund der Nominierungen, unter anderem für den “Emmy”, könnte man eigentlich erwarten, so gutes Material etwas früher zu Gesicht zu bekommen.
Was die DVD betrifft, den Audiokommentar der Darsteller(innen) für die Pilot-Folge sollte man sich erst anhören, nachdem man die komplette Season gesehen hat, er enthält einige Hinweise auf Ereignisse späterer Folgen. Auf die (mittlerweile übliche) Beleidigung zahlender Kunden wird auch nicht verzichtet, diese belästigt den Käufer allerdings nicht nach dem Einlegen der DVDs, sondern, perfider Weise, nach dem Abspann. Wenn man also nach dem Piloten die folgende Episode ansehen möchte, dann muss man Drohungen in den verschiedensten Sprachen über sich ergehen lassen, welche sich natürlich nicht unterbrechen lassen. “Way to suck up to paying customers, guys.”
Die Synchro ist hervorragend gelungen, wer nicht genügend Englisch spricht um sich den O-Ton anzuhören, sollte mit der deutschen Übersetzung relativ gut bedient sein. Einige Dinge lassen sich allerdings nicht wirklich übersetzen. Auch die Auswahl der deutschen Stimmen passt gut zum Original, derzeit leider eine Seltenheit, deswegen wollte ich es noch erwähnt haben.
Fazit: Wer Spass an schwarzem Humor hat, sollte einmal einen Blick auf die Serie werfen. Da die Handlung allerdings fortschreitend ist, sollte man auf jeden Fall mit der Pilot-Folge beginnen. Extrem empfehlenswert.
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Ein lesenswertes Interview mit Ken Follet
Ich entschuldige mich hiermit für die flaue Postingfrequenz, in den nächsten Wochen sollte es hier wieder lebendiger werden. Heute nur ein kurzer Hinweis auf ein Interview mit Ken Follet. Wirklich sehr lesenswert.
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Trennungsschmerzen, Selbsthilfe für Autoren(innen)
Ich habe zwar keine Kinder, aber ein Manuskript zum Lektorat zu geben dürfte für alle Wortjongleure und -jongleusen eine ähnliche Erfahrung sein, wie der Auszug der Sprösslinge für die Eltern. Wobei, Kindern kann man noch einen guten Rat mit auf den Weg geben, sie anrufen um Missverständnisse auszuräumen, oder auf andere Art und Weise versuchen ihre weiteren Entwicklung sanft zu beeinflussen. (Nein, ich werde mich jetzt auf keine pädagogische Diskussion einlassen, die vorstehenden Sätze waren metaphorisch gemeint.)
Wenn man als Wortjongleur [ich spare mit heute die "Jongleusen", keine Lust auf political correctness] ein Manuskript abgibt, dann stellen sich oft Zweifel ein.
“War die Formulierung wirklich gut so?”
“Hab ich etwas vergessen?”
“Wäre die Reihenfolge andersherum nicht logischer gewesen?”
Aus Erfahrung kann ich sagen, das erste Mal ist das Schwerste. Als ich das Manuskript meines ersten Buches abgeliefert habe, haben mir die oben beschriebenen Zweifel teilweise den Schlaf geraubt. Habe ich das Ganze mittlerweile überwunden? Nicht wirklich, aber ich habe gelernt damit umzugehen. Bei Sachbüchern ist die Trennung vom Manuskript, aus naheliegenden Gründen, noch schwieriger. Bei einem Roman oder einer Kurzgeschichte kann man sich höchstens fragen, ob man bestimmte Situationen ausführlich genug, oder zu ausführlich beschrieben hat; bei einem Sachbuch – vorausgesetzt die logische Struktur stimmt – sind es einfach Aspekte zum Thema, die man entweder gestrichen oder in einen Abschnitt hineingenommen hat. Je nach Thema fällt einem immer wieder etwas ein, was man eventuell doch gerne noch beschrieben hätte. Die Kunst hierbei ist es einen Schlussstrich zu ziehen, sonst wird das Buch nie fertig werden. Genauer gesagt, ein Sachbuch kann immer nur einen Ausschnitt eines Themas beleuchten, und damit muss man sich als Wortjongleur abfinden.
Wer in einer ähnlichen Situation sein sollte – oder auf dieselbe zusteuert – mein tiefempfundenes Mitgefühl. Trotzdem, das Buch soll ja irgendwann einmal gedruckt werden, oder?
Rubrik(en): Schreiben | 4 Comments »
Eine Geschichte mit Potential für eine Cellphone-Novel
Ich hatte ja bereits im Beitrag Neuer Trend aus Japan: Cellphone-Novels über die neue Mode aus Japan geschrieben, Romane häppchenweise als Text-Message zu publizieren. Nach längerer Abstinenz hat sich nun Onkel Loco mit dem – mit Spannung erwarteten – zweiten Teil des Berichts Ein Tag im Shop - Teil 1: 9.00h bis 12.00h zurückgemeldet, die Fortsetzung trägt den Titel Ein Tag im Shop - Teil 2: 12.00h bis zum Bitteren Ende.
Nachdem ich mir die Geschichte nochmals von Anfang bis zum Ende mit viel Spass durchgelesen habe, muss ich sagen, das wäre doch ein Stoff für eine Cellphone-Novel, oder? Einige Abschnitte müsste man vermutlich teilen (ich hab nicht nachgezählt), aber ich würde in dieser Art der Berichterstattung ein ideales Betätigungsfeld für die diese Art der Publikation sehen.
Onkel? Deine Fans warten auf weitere Geschichten. ![]()
[Natürlich ohne Dich unter Druck setzen zu wollen.]
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Franz Schneider ist gestorben
Ich habe als Kind eine ansehnliche Sammlung von Büchern aus dem Schneider Verlag besessen, vermutlich wird es den meisten so gegangen sein – Interesse am Lesen vorausgesetzt. Ich habe eben mitbekommen, dass Franz Schneider am 19. Februar mit 82 Jahren verstorben ist.
Dem Schneider Verlag war es zu verdanken, dass beispielsweise die Bücher von Enid Blyton in Deutschland zu bekommen waren. Franz Schneider hatte die Leitung des Verlags 1964 von seinem Vater übernommen. Der Verlag gehört seit 1985 zur Egmont Mediengruppe.
Ich habe seinem Wirken viele spannende Stunden in meiner Kindheit zu verdanken und möchte den Angehörigen auf diesem Weg mein herzlichstes Beileid ausdrücken.
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Die Bayerische Staatsbibliothek in München feiert den 450. Geburtstag
Die Bayerische Staatsbibliothek in München wurde vor 450 Jahren gegründet, ihre Geschichte lässt sich hier und auf den weiterführenden Links auf der verlinkten Website nachlesen.
Ein Blick in die Literatursuche sollte alle Wortjongleure und -jongleusen in München und Umgebung davon überzeugen können, dass es sich dort sehr gut recherchieren lässt. ![]()
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Der Streik der Drehbuchautoren ist vorbei
Ein ausführlicher Bericht findet sich in dem Beitrag It’s official: WGA strike is over. Anscheinend sind über 92% der Mitglieder der WGA mit dem Ausgang der Verhandlungen zufrieden. Über die Gewinner und Verlierer berichtet der Artikel The WGA strike’s winners and losers in der LA Times.
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Roy Scheider ist tot
Ich habe heute Morgen mitbekommen, dass Roy Scheider gestern 75-jährig gestorben ist. Er hat in seiner Karriere in ca. 50 Filmen mitgewirkt, viele werden sich auch noch an seine Rolle in SeaQuest DSV im Fernsehen erinnern. Lee Goldberg hat in dieser Serie übrigens eine Zeitlang mit ihm zusammengearbeitet.
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