Tips vom Wortjongleur bei Schreibblockaden
Achtung dieser Beitrag ist bereits mit dem Titel Tips für Schreiberlinge bei Schreibblockaden auf TechNovelty.de publiziert worden. Er erscheint hier aus den genannten Gründen nochmals.
Wir Wortjongleure (und -Jongleusen)1 sind meist kritisch was die Fehler anderer betrifft (ernsthaft, haben die beim Teletext im Fernsehen keine Spell-Checker?) und vergessen normalerweise, uns an die eigene Nase zu fassen. Besonders gefährlich wird’s beim Beurteilen von Formulierungen, die wir nicht selbst verbrochen haben; ob das jetzt ein Vor- oder Nachteil der Profession ist, lasse ich mal dahingestellt. Allerdings scheint es einen Zustand zu geben, den alle Wortjongleure fürchten wie der sprichwörtliche Teufel das Weihwasser: [bitte düstere Musik aus einem Horrorfilm der Wahl vorstellen]
Die Schreibblockade, englisch Writers-Block.
Ich, für meinen Teil, halte es da mit Philip Pullman (die zweite Frage betrifft den “Writers-Block”, aber das ganze Interview dürfte für alle Wortjongleure interessant sein). Wieso komme ich auf das Thema zu sprechen, und dann auch noch auf einem Gadget-Blog? Gegenfrage: Wieso eigentlich nicht? (Das ist schliesslich mein Blog.
) Um den ersten Teil der Frage zu beantworten, inspiriert zu dem Beitrag wurde ich durch den Post 101-Posting: Wie man jede Schreibblockade überwindet und seinen Blog mit Kreativität füllt. Der Post bezieht sich zwar auf das Schreiben von Blogs, aber Schreiben ist schliesslich Schreiben, oder?
Da ich zum Thema meine eigenen Theorien (und Abhilfen) entwickelt habe, also zwei Vorschläge meinerseits:
- Meine Theorie: Writers-Block ist ein Mythos. Es wird zwar das Schreiben blockiert, aber der Grund dafür lässt sich, meiner unmassgeblichen Meinung nach, leicht beheben. Wenn ich mal wirklich nicht weiterkommen sollte, dann liegt es normalerweise daran, dass mir eine Idee, oder eine Formulierung im Kopf herumspukt, die ich nicht mehr loswerden kann. Warum sollte ich auch, normalerweise reicht es, die Idee oder Formulierung einfach irgendwo aufzuschreiben und der Spuk ist vorbei. Dauert meist um die zehn Minuten bis maximal eine Stunde. Wer glaubt eine Schreibblockade zu haben, sollte einfach mal in sich gehen und nachforschen, ob das der Grund ist. (Ich hatte das Ganze auch schon in meinem Beitrag zum René’s Blog-Projekt erwähnt.)
- Meine Theorie: Kreativität lässt sich üben. Eine einfache Übung ist folgende: Man nimmt sich irgendeine Zeitung, Zeitschrift, oder etwas anderes mit vielen Wörtern darauf, und markiert zehn Wörter blind mit einem Stift. Dann schreibt man die gefundenen Wörter untereinander, eliminiert alle Wörter die kein Adverb, Verb oder Subjekt sind. Danach nimmt man sich die ersten drei Wörter – nicht schummeln – und bildet aus ihnen einen Satz oder Absatz der Sinn macht. Dauert, in meinem Fall, so um die zehn bis dreissig Minuten (ich versuche grundsätzlich ein bis zwei Absätze zu schreiben) und ich habe dabei schon einiges brauchbares erschaffen. Man kann die Technik also auch als eine Art Brainstorming betrachten.
Wenn die Tips jemandem geholfen haben sollten, würde ich mich über Kommentare freuen.
Technorati Tags: Schreibblockade, Kreativitaet, Schreiben, Kreativitaet ueben
- Personen, männlich oder weiblich, die für ihren Lebensunterhalt und / oder aus Spass a der Sache grössere Textmengen produzieren. [↩]
Rubrik(en): Kreativität, Schreiben |
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