Wie man Geistesblitze notieren kann, ohne die aktuelle Tätigkeit zu unterbrechen
Wer einen Einfall für eine Szene oder einen Artikel hat während man eigentlich an etwas ganz anderem schreibt, ist mit einem Problem konfrontiert: Wenn man die Idee nicht zumindest in Stichpunkten notiert, könnte sie verschwinden, oder man versucht, wenn man später Zeit hat, die geniale Formulierung aus den hintersten Ecken des Gehirns wieder hervorzuholen (klappt meistens nur bedingt – der eigentliche Geistesblitz war immer besser).
Wortjongleure und -jongleusen können sich für derartige Fälle einen Lösungsansatz der GTD-Gemeinde zunutze machen: Man benutzt mehrere (Text-)Dateien um Dinge zu notieren und verfrachtet deren Inhalte einfach später an die richtigen Stellen (auch sehr hilfreich für Einkaufslisten
).
Das Ganze lässt sich natürlich auch “analog” erledigen, ich habe in der ganzen Wohnung an strategischen Stellen Legal Pads und Stifte herumliegen, aber wenn man eh schon am Computer sitzt…
Für Macintosh-Benutzer(innen) gibt es natürlich auch noch eine sehr elegante Lösung, das Programm heisst Quicksilver und erlaubt es, den Rechner in vielen Fällen mit der Tastatur, statt mit der Maus zu bedienen. Die Vorgehensweise habe ich in Quicksilver: Text an eine Text-Datei anhängen beschrieben.
Die Benutzung des Programms ist beim Wortjonglieren auch noch aus einem anderen Grund sehr praktisch: Es erlaubt die Steuerung von iTunes ohne in das Programm zu wechseln. Die Tastenkombination ⌃-⌘-Leertaste hält die Wiedergabe an oder startet sie, und ⌘-⌥-→ springt zum nächsten Titel in der Wiedergabeliste.
Rubrik(en): Kreativität | 8 Comments »
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April 19th, 2008 at 11:19 am
An sich ja gute Hinweise, allerdings gehen sie an der großen Masse der Bevölkerung möglicherweise vorbei. Um etwas mehr Leser zu erreichen empfehle ich einen Folgeartikel zum Thema:
Wie man wenigstens bei irgendeiner Tätigkeit auch nur ansatzweise überhaupt so etwas wie einen Geistesblitz entwickelt kann (und sei es nur ein mattes Geistesnachleuchten)…
April 19th, 2008 at 2:51 pm
Verehrter Rick, ich bin Berufsoptimist und glaube daran, dass eigentlich alle Menschen interessante Ideen haben; vermutlich haben manche nur nicht das richtige Betriebssystem um sie längerfristig zu erhalten und weiterzuverfolgen.
April 19th, 2008 at 4:38 pm
…dass eigentlich alle Menschen interessante Ideen haben…
Hast Du schon mal daran gedacht statt Autor dann doch Priester zu werden, als religiöser Führer des friedlichen jedem Menschen Gutes einräumenden Erikismus?
(Der zitierte Satz erinnert ein wenig an “Der Sozialismus ist eine gute Sache. Er ist bislang nur unglücklich umgesetzt worden.” *zwinker*)
April 19th, 2008 at 5:51 pm
Also als religiöser Führer bin ich eine völlige Fehlbesetzung (except The Church of Mac, of course
).
Wenn Du mit der unglücklichen Umsetzung die Benutzeroberfläche eines Betriebssystems namens “Aussichtspunkt” meinst, stimme ich Dir zu. Wenn man durch die Farbwahl Kopfschmerzen bekommt, dann kann man nicht mehr kreativ sein (ich warte darauf, dass meine Freundin einen Termin mit einem Vorschlaghammer und ihrem Firmen-PC anberaumt).
Wobei ich Dir in einem Punkt Recht geben muss, manche Bekannte aus dem angelsächsischen Raum betreiben “GTD” mittlerweile mit religiösem Eifer, ob das sinnvoll ist wage ich zu bezweifeln.
April 28th, 2008 at 6:21 pm
Ich kann da nur Microsoft OneNote empfehlen! Ein an sich einfaches Programm zur Verwaltung von Unmengen an Notizen als Text, Bild usw. Läuft bei mir immer im Hintergrund. Toll ist daran auch, dass die Texte sich einfach nebeneinander anordnen lassen, als Block verschoben werden können usw. Kann ich nur empfehlen!
April 29th, 2008 at 6:55 am
@Christian: Danke für den Hinweis.
June 8th, 2008 at 3:43 pm
@Christian Für den Mac gibts OneNote soweit ich weiss nicht, aber ich denke bspw. Journler ist eine durchaus schöne Alternative zum führen von Listen und speichern von Gedankenblitzen. Ebenfalls sinnvoll ist je nach Inhalt ein Desktop Wiki wie VoodooPad oder ein MindMap… es gibt viele Möglichkeiten bis hin zu der hier beschriebenen Möglichkeit über Quicksilver
June 11th, 2008 at 12:20 pm
@Kilian: Ich habe eine zeitlang Swiki benutzt um Ideen zu hinterlegen, bin aber wegen Spotlight wieder zu den einzelnen Dateien zurückgekehrt. Vor allem, weil ich diese (da reiner UTF-8-Text) so gut wie überall editieren und importieren kann.